WissKI (Wissenschaftliche Kommunikationsinfrastruktur) ist eine virtuelle Forschungsumgebung und Software zur Verwaltung von Linked Open Data. Neben den grundlegenden Möglichkeiten, Inhalte zu erzeugen, zu lesen, zu bearbeiten und zu löschen, bietet WissKI Lösungen für alle Aufgaben im Lebenszyklus von Forschungsdaten und unterstützt Nutzende dabei, FAIR-Daten zu erzeugen und zu publizieren. Darüber hinaus können Revisionen und Übersetzungen angelegt, der Datenzugriff über zahlreiche Schnittstellen und Integrationsoptionen geöffnet oder über ein differenziertes Rechtemanagement eingeschränkt werden. Die Linked-Open-Data werden in einem externen Triple Store gespeichert, der über eigene Endpunkte erreichbar und damit unabhängig von der Drupal- bzw. WissKI-Architektur ist. Die Datenmodellierung folgt einem ontologischen Ansatz, vorzugsweise, aber nicht ausschließlich, nach dem CIDOC CRM. Als Teil des Open-Source-CMS Drupal bietet WissKI alle Vorteile einer kontinuierlich gepflegten Webanwendung. Die Grundfunktionen lassen sich durch zahlreiche Drupal-Module erweitern. So wird WissKI zu einer vollwertigen Forschungsdatenmanagement-Software für viele Anwendungsbereiche.
WissKI entstand als Gemeinschaftsprojekt der Digital Humanities Research Group am Department Informatik der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen, der Abteilung Museums- und Kulturinformatik am Germanischen Nationalmuseum (GNM) in Nürnberg und der Biodiversity Informatics Group am Zoologischen Forschungsmuseum Koenig (ZFMK) in Bonn. Die Softwareentwicklung wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) von 2008 bis 2012 und von 2014 bis 2017 gefördert und 2021 als teilnehmendes Vorhaben im Konsortium NFDI4Culture innerhalb der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) unterstützt. WissKI wird heute vom Verein Interessengemeinschaft Semantische Datenverarbeitung (IGSD e. V.) getragen und von einer stetig wachsenden Community weiterentwickelt.
Für einen tieferen Einblick in WissKI haben wir eine Zotero-Bibliografie zusammengestellt.